Die Situation

"Deutschland wird älter"

Unterschiedliche Ziele bestimmen das Handeln in der Gesundheitsversorgung von jungen und alten Menschen.

Gesundheitsversorgung

Die Herausforderung

Altern ist längst nicht mehr überwiegend von Krankheit geprägt. Dies belegen zahlreiche Daten vom Anstieg der gesunden Lebenserwartung bis hin zum steigenden Anteil an Menschen, die ihren Altag im hohen Alter selbstständig meister. Für die meisten Menschen beginnt im Ruhestand eine Phase neuer Aktivität.

Das Ziel der Gesundheitsversorgung muss sein, die Funktionalität und Lebensqualität trotz (chronischer) Erkrankungen oder Einschränkungen zu lindern, zu stabilisieren oder gar zu verbessern, um die Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten.

Der Wandel

Deutschland ist zurück auf dem demographischen Wachstumspfad - zumindest vorübergehend. Von dem demographischen Zwischenhoch profitieren allerdings nicht alle Regionen in Deutschland gleichermaßen. Vor allem junge Menschen zieht es auf der Suche nach einem Ausbildung- oder Studienplatz in die Ballungsräume. Der demographische Abwärtstrend wird deshalb ungebrochen in vielen ländlichen Regionen weitergehen. Die Landbevölkerung muss sich vielerorts mit einer schlechter werdenden Versorgung zufrieden geben, weil mit den Einwohnerzahlen die Nachfrage nach Waren, Dienstleistungen sowie Bildungs- und Kulturangeboten sinkt und herkömmliche Versorungsangebote wegfallen. Vielerorts droht daher eine Abwärtsspirale aus schrumpfender Bevölkerung und sich weiter ausdünnender Versorgung.
Um die Versorgung aufrecht zu erhalten, sind deshalb neue, bedarfsorientierte Lösungen notwendig. Häufig behindern jedoch starre Auflagen, Gesetze, Verordnungen und tradierte Strukturen den Tatendrang vor Ort. Trotz allem sind in den letzten Jahren eine Vielzahl innovativer Konzepte entstanden.

Unser Angebot

Deutschkland wird älter

Das gilt für die unterschiedlichsten Bereiche:

Mobilität:
Der öffentliche Nahverkehr dünnt in vielen ländlichen Regionen zunehmend aus. Häufig wird er nur noch durch den Schülerverkehr getragen. Wer über kein eigenes Auto verfügt, hat im ländlichen Raum kaum eine Chance, schnell und ohne Umwege ans Ziel zu kommen. Alternative Konzepte wie Bürgerbusse oder die Einbindung von Privatfahrzeugen in den öffentlichen Nahverkehr sollen ein Mindestmaß an Mobilität sicher. Das Personenbeförderungsgesetz, die Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Peronenverkehr sowie die jeweiligen Landes-ÖPNV-Gesetze wirken jedoch hemmend auf die Entstehung flexibler und mehr am Bedarf orientierter Modelle.

Bildung:
Die regionalen Schulträger stehen fast überall vor dem gleichen Dilemma: Wie lassen sich Schulen in erreichbarer Nähe mit weniger Schülern erhalten und trotzdem die Kosten senken?

Gesundheit:
Während es in den Städten eher zu viele Ärzte gibt, fehlen sie auf dem Land vielerorts. Und in den nächsten Jahren erreicht ein Großteil der Allgemeinmediziner das gesetzliche Rentenalter. Einen Nachfolger für ihre Praxis zu finden, gestaltet sich für Landärzte schwierig. Alternative Modelle wie medizinische Versorgungszentren, Zweigpraxen, nichtärzliche Praxisassistenten, mobile Praxen oder Telemedizin können die medizinische Versorgung verbessern. Unzureichende Abrechnungsmöglichkeiten und starre Berufsordnungen behindern häufig deren Verbreitung.

Pflege:
Mit der Zahl Hochbetagter wächst künftig auch die Zahl der Personen, die Pflege und Unterstützung benötigen. Gleichzeitig droht vor allem in ländlichen Regionen ein Mangel an beruflich Pflegenden. Generationsübergreifende und kleinräumige Unterstützungsnetzwerke, in denen Angehörige, Nachbarn, bürgerlich Engagierte und professionelle Dienstleister zusammenarbeiten, können ein zusätzliches Standbein im Versorgungsmix bilden.

Mobilität Bildung

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok